WIE „GUTE VORSATZ-TÄTER“ LEICHT ZU OPFERN WERDEN

Gute Vorsätze sind vor allem einmal – menschlich. Es ist unser Naturell, Schlechtes vermeiden und Gutes verwirklichen zu wollen. Schade nur, dass im Windschatten guter (Neujahrs-)Vorsätze so oft bei so vielen die Schmach des Scheiterns lauert. Ein paar Gedanken aus dem Spitzensport, die hier nützlich sein können…

Vorgesetzte Vorsätze. Mancher guter Vorsatz scheitert einfach, weil er – sinnvoll oder nicht ist hier noch nicht einmal die Frage – von außen kommt! Was einem fixfertig als Vorsatz vorgesetzt wird, muss nicht zwangsläufig auch eigene innere Überzeugung sein. Die Frage lautet also: Will ich das (wirklich) – oder sollte ich es nur wollen, weil XY es will!?

Wie klingt der Vorsatz? Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet oft schon die Formulierung. Alles was nach Verbot oder strengem Gebot klingt, ruft den inneren Schweinehund auf den Plan: „Sicher nicht!“. Negationen verneint er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Deshalb: Vorsätze positiv und präzise als Ziel formulieren! Was genau will ich in welchem Ausmaß bis wann realisieren? Wie (gut!) werde ich mich dabei fühlen und wie (positiv!) wird mein Umfeld reagieren? – ohne Begeisterung kein Erfolg.

Nie wieder im Leben…? Wenn wir einmal ein Ziel positiv formuliert haben, ist wichtig, den Weg in überschaubare Etappen zu gliedern! „Nie wieder…“, „das ganze Jahr nicht“, „an jedem einzelnen Tag“ – große Ziele (in Form von Vorsätzen) können auch etwas Erdrückendes haben. Deshalb: Für jedes Ziel können wir nur am jeweiligen Tag, nur heute, etwas tun. Das reicht auch völlig aus und ist ein überschaubarer Zeitrahmen. Und morgen? Ist schon wieder heute. Mit dem Trick habe ich – immer nur für heute! – Ostern 2010 meine Schokoladegelüste beendet

 

 

 

 

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