„AUFSCHIEBERITIS“: WIE WIR FRUSTFALLEN AUSTRICKSEN

Wir kennen das Phänomen alle: Wichtiges wäre JETZT zu erledigen – aber: es freut uns grad nicht. Dafür fallen uns hundert andere Dinge ein, die wir stattdessen tun. Und wieder zappeln wir in der selbstgebauten Stress- und Frustfalle. „Aufschieberitis“ klingt viel netter, als sich das notorische Hinauszögern von TO DO´s anfühlt.

Alles neu macht der Mai. Die Natur steckt uns quasi an mit ihrem Antrieb. Wir wollen: körperlich fit werden, das Haus frühjahrsputzen, den Garten in Schuss bringen, die Ernährung auf „gesünder“ umstellen. Wir wollen Dinge anpacken, die sowieso längst anstehen und nebenbei alle unsere normalen Projekte termingerecht fertig haben. Soweit der Plan, doch dann…

Setzt oft das ein, was wir umgangssprachlich „Aufschieberitis“ und was Psychologen Prokrastination (lateinisch: pro = für / cras = morgen) nennen. Notorisches Aufschieben von Dingen, die eigentlich JETZT erledigt gehören. Der bekannte US-Coach Antony Robbins nennt das Phänomen mit der selbstgebauten Stress- und Frustfalle „the silent killer“.

Prägung in unserer Kindheit, eine Art Schutzreaktion durch überzogene Leistungsanforderungen in Familie und / oder Schule wird als Ursprung angenommen, warum „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ oft die Ausnahme von der Regel ist. Wer sich jetzt nicht mit Ursachenforschung prokrastinieren möchte, sondern lieber experimentell zur Tat schreiten – hier sind sieben der häufigsten Verzettelungsfallen und von meinen Vortrags- und SeminarteilnehmerInnen (und mir selbst!) erfolgreich angewendete Methoden, um nicht hineinzutappen…
1.SELBSTERKENNTNIS. Professionelle(r) AufschieberIn? Wer sich darüber nicht ganz im Klaren ist, es gibt Selbsttests (z.B. wenn du hier auf Uni Münster klickst). Wer es aufschiebt, den Test zu machen, kennt sich auch aus

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